06|reisekolumne: whoUkraine

Zehn Uhr abends am Flughafen von Charkiw. Der Ort ist bereits zu großen Teilen verwaist. Es ist nicht so, dass man sich selbst zu Stoßzeiten viel Betrieb in dieser kleinen Einrichtung vorstellen könnte. In einem Café sitzt ein Pärchen, feiert gerade vermutlich ein langersehntes Wiedersehen. Hier und da stehen noch Taxifahrer und Chauffeure, die mit Namensschildern die ankommenden Gäste zu identifizieren versuchen. Unter den ankommenden Gästen befinde ich mich. Gemeinsam mit einer Freundin besuche ich eine weitere Freundin, die ihre Semesterferien daheim bei ihren Eltern verbringt. Was heißt daheim? Eigentlich kommen sie und ihre Eltern aus Donezk, der Hauptstadt einer der selbsterklärten autonomen Regionen des Landes, in denen mal mehr, mal weniger Bürgerkrieg herrscht. Kein Ort, Gäste zu empfangen, die weder des Russischen noch des Ukrainischen mächtig sind. Kein Ort, für die, die wie meine ukrainische Freundin, das Russische als ihre Muttersprache ansehen. Ohnehin sind sie und ihre Eltern schon sehr früh aus Donezk nach Charkiw geflohen, da war sie selbst noch nicht mal am FTSK. Wenn sie von ihrem Geburtsland erzählt, dann meist von der Großartigkeit ihrer Heimatstadt und dem Leben in der Ukraine bis zu jenem Sommer 2014. Danach wird die Geschichte traurig, schwermütig, an dieser Stelle nichts für einen Reisebericht. Nicht zuletzt, weil es nicht meine Geschichte ist und ich mir das Ausmaß kaum vorstellen kann. Aber meine Freundin erzählt dennoch und das weiß ich zu schätzen. Sie lädt uns ein, ihr Land kennenzulernen. Eine Einladung, die wir nur zu gerne annehmen.

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Über den Zusammenhang von Musikalität und Sprachbegabung - Oder: Warum sind eigentlich so viele Germersheimer so unglaublich musikalisch?

„Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.“

(Berthold Auerbach)

 

Schon der Schriftsteller und Humanist Berthold Auerbach verstand es trefflich, die Bedeutung von Musik für den Menschen in nur einem Satz zusammenzufassen: Musik ist international, interkulturell, allseits verständlich und gehört, so wie Sprache auch, zum menschlichen Lebensumfeld. Und deshalb verwundert es kaum, dass es einem leidenschaftlichen Hobbymusiker wie mir beim musikalischen Aufgebot des FTSK fast schon die Sprache verschlägt.

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Verzweifelt gesucht: Zukunftsstrategie für unseren Fachbereich

 

Vor nicht allzu langer Zeit erschien an dieser Stelle ein Satireartikel mit dem Titel „Quo vadis, FTSK?“, der noch ohne konkreten Anlass darüber witzelte, welche Wege unser Fachbereich wohl künftig einschlagen werde und ob angesichts knapper Kassen nicht beispielsweise die Namensrechte des AudiMax künftig an den gleichnamigen Autohersteller gewinnbringend abgetreten werden könnten.

 

Dass der Spaß meist dann aufhört, wenn Satire von der Realität eingeholt wird, ist seit mehreren Monaten an unserem Fachbereich zu spüren. Denn tatsächlich stellt sich momentan ganz nüchtern die Frage: Wo möchte Germersheim inhaltlich hin, wie macht sich der Fachbereich zukunftsfest und wo sieht er sich zum Beispiel in zehn Jahren? Weitere Fragen schließen sich daran an: Ist das hiesige Lehrangebot noch adäquat für Berufsfelder und Berufsbilder im 21. Jahrhundert? Ist Germersheim – auf ganz verschiedenen Ebenen – noch auf der Höhe der Zeit? Und falls nicht: Welche Konsequenzen würde dies nach sich ziehen?

 

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Bahngeschichten

Das Semesterende rückt näher und damit auch die Reisezeit. Nicht wenige werden vermutlich ihren Weg in den Urlaub in der Heimat oder im Ausland mit der Bahn bewältigen. Was da so alles passieren kann, selbst, wenn man nur regelmäßig pendelt, haben unsere beiden Autorinnen niedergeschrieben.

 

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Fotos von der InterFak 2017

Hier findet ihr endlich die Fotos von der Fotowand! Der dazugehörige Artikel erscheint im kommenden 06|kurier.

 

An dieser Stelle vielen lieben Dank an Doriane Dupont für die tollen Fotos.

Wer Doriane für ein Fotoshooting buchen will oder noch mehr Werke von ihr sehen möchte, kann das hier tun:
http://dorianephotography.raidghost.com/

 

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Zu Besuch bei Fellnasen

Da sich der internationale Katzenboom sowieso noch nicht gelegt hat, hiermit noch ein Beitrag  zu diesem Thema. Es ist weltweit bekannt, dass es in Japan – besonders in der belebten Hauptstadt Tokio – einiges Schräges zu sehen gibt. Unter anderem auch das Phänomen des Katzencafés.

 

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Germersheim früher – oder: (Uni-)Leben in StudiVZ-Gruppen

Es begab sich aber zu der Zeit, als… nein, ganz so historisch soll dieser Artikel dann doch nicht werden. Obwohl – wer erinnert sich heute eigentlich noch an StudiVZ? Für viele mag „Deutschlands großes soziales Netzwerk“ (Eigenbezeichnung) tatsächlich aus der grauen Vorzeit stammen und längst im Abgrund der Geschichte verschwunden sein wie zuvor bereits Telefone mit Wählscheiben, Testbilder im Fernsehen oder Diskettenlaufwerke.

 

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Ferien- und Nebenjobs: Fußballschiedsrichter

 „Schiri, hast du deine Brille vergessen?“

„Schiri, der hat schon Gelb!“

„Schiri, das war nie im Leben Abseits!“

„Schiri, Telefon!“

„Schiri, wir wissen wo dein Auto steht!“

 

Es gibt genügend Sprüche, die man sich als Mann in Schwarz anhören kann. Egal ob in der Kreisliga vor 50 Zuschauern oder im Profigeschäft in einem Hexenkessel mit 70.000 Menschen: Als Schiedsrichter wird man es vermutlich nie schaffen, alle Beteiligten zufriedenzustellen.

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VINTAGE VIDEO GAMES, TEIL 01: Landstalker – Die Schätze von König Nolo

Da es am FTSK ja doch ein paar Zocker, Nerds und Geeks gibt, kam mir die Idee zu dieser Artikelreihe, die ausgewählte Videospielklassiker kurz vorstellen und zudem dazu anregen soll, sie selbst auszuprobieren.

 

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Schatzkiste Germersheim

„Es war einmal eine Kreis(el)stadt irgendwo in der Pfalz, die hieß Germersheim. Dort gab es eine Universität, alte Festungsanlagen, einige Geschäfte sowie diverse Kneipen und Cafés. Die Einwohner Germersheims führten ein ruhiges, beschauliches Leben, während sie, Tag ein, Tag aus, ihren Pflichten nachkamen. Was hätten sie auch tun sollen? Es gab ja nichts.“

 

Moment mal! Es gab nichts? Moment! Falsch gedacht!!

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Sommerschule in Yerevan: Armenien nicht nur als Tourist erleben

Ihr habt in den nächsten Semesterferien noch nichts vor? Dann können wir euch wärmstens die Sommer- und Winterschulen des DAAD ans Herz legen - Bewerbungen sind abhängig von der jeweiligen Uni auch jetzt noch möglich!
Was euch erwartet? Unser Autor hat sich im vergangenen Jahr einmal Armenien näher angesehen und verzaubern lassen.

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Abschluss – und dann!? Die Vortragsreihe zum Thema Berufsorientierung geht in die dritte Runde

 

Nicht jeder Germersheimer Student oder Promovend hat kurz vor seinem Abschluss schon eine konkrete Vorstellung davon, wie er die Zukunft nach der Uni gestalten möchte. Welche Möglichkeiten bieten sich mir mit einem Bachelor, Master oder Doktor in Übersetzung? Welche Branchen stehen mir offen? Welche Firmen kommen in Frage? Wie kann ich mir den Alltag in einem Großbetrieb oder das Qualitätsmanagement in Übersetzungsagenturen vorstellen? Und wie sind die Gehaltsaussichten? Was muss ich beachten, wenn ich mich als Freiberufler selbstständig machen will? Und welche Berufszweige in der Sprachenindustrie eröffnen sich mir abseits der bekannten Wege? Denn nicht jeder will seinen Lebtag auch ausschließlich mit Übersetzen oder Dolmetschen verbringen...

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Germersheim öffnet sich den MINT-Fächern: Ein neues Zeitalter am FTSK beginnt

GER. Es grenzt beinahe an ein Wunder, dass der Fachbereich in Germersheim nach den Eskapaden der vergangenen Semester noch in der altbekannten Form existiert. Dubiose Finanzierungskonzepte durch Drittmittel standen zur Debatte. Das Bestreben um die Unabhängigkeit von der JGU in Mainz machte parallel zu den nationalistischen Bestrebungen in ganz Europa Schlagzeilen, man erlebte einen Orthographie-Skandal ungeahnten Ausmaßes und auch der berüchtigte Diebstahl der roten Dekanatssamtvorhänge ist immer noch nicht aufgeklärt.

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06|Reisekolumne: Achill Island

 

Als die Wiege für Übersetzer und Dolmetscher in Deutschland schlechthin findet sich am FTSK Germersheim vermutlich kein einziger aktueller oder ehemaliger Student, der nicht bereits ein Auslandssemester hinter sich hat, nicht regelmäßig in fremden Ländern unterwegs ist oder gar selbst aus dem Ausland hierhergekommen ist, um hier zu studieren. Eins ist Fakt: Germersheimer sind Weltenbummler.

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Start einer neuen Reihe: die 06|Reisekolumne!

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